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🧠 KI-Therapie zeigt starke Wirkung - funktioniert das wirklich?

4. April 2025 · Lukas Sam Schreiber & Tim Kleikamp

Guten Morgen zusammen, 226 Ausgaben hat’s gedauert – jetzt ist es passiert: Der Turing-Test ist offiziell gefallen. Zur Erinnerung: Eine KI gilt als „intelligent“, wenn sie im Chat nicht von einem Menschen zu unterscheiden ist.
Laut einer neuen Studie gelingt das GPT-4.5 in 73 % der FĂ€lle.
Alan Turing schĂ€tzte ĂŒbrigens schon 1950, dass das um das Jahr 2000 passieren wĂŒrde – nur 25 Jahre spĂ€ter, close enough.

Peanuts fĂŒr heute:

  • 🧠 KI-Therapie zeigt starke Wirkung - funktioniert das wirklich?

  • đŸŽŹïž Viele Berater zweifeln intern, ob das eigene GeschĂ€ftsmodell erodiert

  • đŸ› ïž Personalisierte Reiseplanung mit den neuesten KI-Tools

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KI im Unternehmen: Schluss mit Schatten-KI, Sicherheit geht vor!

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du KĂŒnstliche Intelligenz sicher in deinem Unternehmen einsetzen kannst? Die rasante Entwicklung von KI-Technologien bringt nicht nur technische, sondern auch wichtige Datenschutz- und Sicherheitsfragen mit sich.

Ein oft unterschĂ€tztes Risiko: Was passiert mit den Informationen, die Mitarbeitende in KI-Tools eingeben, die privat “organisiert” wurden? Viele Anbieter nutzen diese Daten möglicherweise fĂŒr das Training ihrer KI-Modelle – und das könnte sensible Firmeninformationen gefĂ€hrden.

Doch es gibt Lösungen: Plattformen wie ChatGPT bieten in ihren Einstellungen die Möglichkeit, der Nutzung dieser Daten zu widersprechen.

Welche Datenschutzbestimmungen beim Einsatz von KI-Tools besonders relevant sind und worauf Unternehmen achten sollten, erfĂ€hrst du ausfĂŒhrlich im Modul „Datenschutz & KI“ von unserem Partner Herdt. Dieses Modul ist fĂŒr Unternehmen jeder GrĂ¶ĂŸe von Bedeutung. Wenn das fĂŒr dich interessant klingt - schau doch mal rein:

đŸ„œ Die grĂ¶ĂŸte Nuss:

🚀 KI-Therapie zeigt starke Wirkung - funktioniert das wirklich?

Chatbot-Anwendungen als Ersatz oder ErgĂ€nzung zur Psychotherapie gehören zu den naheliegendsten Einsatzfeldern fĂŒr Sprachmodelle. Es gibt genĂŒgend Hinweise darauf, dass KI-gestĂŒtzte GesprĂ€chspartner – wie zum Beispiel Character.ai – zu den grĂ¶ĂŸten frĂŒhen Erfolgen seit dem Release von ChatGPT gehören.

Mittlerweile existieren unzĂ€hlige Apps, die Psychotherapie digitalisieren wollen – oft mit zweifelhaften wissenschaftlichen Grundlagen und fragwĂŒrdigen Methoden.

Ein Forschungsteam der Dartmouth University hat nun die erste klinische Studie mit einem eigens entwickelten Chatbot namens Therabot veröffentlicht. Die Ergebnisse sind tatsÀchlich beeindruckend. Allerdings unterscheidet sich dieser Chatbot auch grundlegend von so ziemlich allem, was aktuell auf dem Markt ist.

Die wichtigsten Zahlen

Bei den Teilnehmenden der achtwöchigen Studie gingen:

  • die depressiven Symptome im Schnitt um 51 % zurĂŒck

  • die AngstzustĂ€nde reduzierten sich um 31 %,

  • selbst bei Risikopatienten mit gestörtem Essverhalten sanken die Sorgen um Körperbild und Gewicht um 19 %.

Und das alles auf Basis von Dialogen mit der KI. Es wurden keine Medikamente verabreicht, keine menschlichen Therapeuten besucht.

Was macht Therabot besonders?

Der wahrscheinlich wichtigste Unterschied: Therabot basiert zwar auf einem Sprachmodell, wurde aber mit einer großen Anzahl eigens kuratierter Therapiedaten, die auf gĂ€ngigen Verfahren wie kognitiver Verhaltenstherapie beruhen, weitertrainiert.
Das klingt banal, dĂŒrfte im Markt aber eher die Ausnahme sein. Die meisten KI-Therapie-Apps setzen auf Sprachmodelle wie Llama, versehen mit ein paar zusĂ€tzlichen Regeln und einem hĂŒbschen Interface. Leider geht aus dem Paper nicht hervor, welches Modell die Autoren als Grundlage nutzten.

Hinzu kommt, dass der gesamte Prozess professionell begleitet wurde. In der Anfangsphase wurden sĂ€mtliche Konversationen ĂŒberprĂŒft, um schĂ€dliche Aussagen oder Fehlverhalten des Bots zu erkennen – ein Aufwand, den eine Studie mit 200 Teilnehmer:innen leisten kann. FĂŒr kommerzielle Apps wird das schwieriger sein.

Denn so gut die Studie klingt – sie beweist nicht, dass generative KI-Therapie allgemein funktioniert. Sie zeigt nur, dass ein professionell entwickeltes, kontrolliertes System mit fundierter Datenbasis in einem geschĂŒtzten Setting positive Effekte haben kann.

Und die meisten Apps wĂŒrden aktuell eben nicht darunter fallen.

DafĂŒr gibt’s mehrere GrĂŒnde: Die meisten Angebote werden nicht klinisch begleitet (das ist teuer), und die Modelle sind oft nicht transparent trainiert.

Das ist aber definitiv ein Problem. Denn die Nachfrage ist riesig. In den USA kommen auf eine Therapeutin rund 1,600 Menschen mit Depression oder Angststörung. Viele wenden sich daher an Tools wie ChatGPT, Replika oder sogar Plattformen mit Promi-Avataren (Character.ai) – nicht aus Neugier, sondern aus Mangel an Alternativen.

Gleichzeitig zeigt Therabot, was technologisch lĂ€ngst möglich ist. Die Teilnehmer:innen haben das System wie eine Bezugsperson behandelt. Sie schrieben nicht nur auf Fragen, sondern begannen von sich aus GesprĂ€che – oft zu ungewöhnlichen Uhrzeiten.

Das wirft einige grundsÀtzliche Fragen auf:
Ist es besser, wenn Menschen sich mit irgendwelchen Chatbots helfen, wenn sie keinen Therapieplatz bekommen - oder lieber nur im Notfall ? Und wird Therapie bald aus einem dauerhaften Wechselspiel zwischen Mensch und KI-APP bestehen?

Artikel, Paper

đŸ› ïž Trai it out:

Personalisierte Reiseplanung mit den neuesten KI-Tools

Eine Reise zu planen kann eine ziemlich mĂŒhsame Aufgabe sein, gerade wenn man an einen Ort reisen möchte, den man bisher nicht kennt und wenn es spezielle Bedingungen oder EinschrĂ€nkungen gibt.

Wer nicht die Hilfe eines ReisebĂŒros in Anspruch nehmen will, sollte es mal mit KI-Tools probieren. Denn die neueste Generation der KI-Assistenten mit Suchfunktion und agentischen FĂ€higkeiten ist dazu mittlerweile sehr geeignet.

Gibt man bestimmte Daten an und gibt den Tools Infos z.B. zu MobilitĂ€tseinschrĂ€nkungen oder Vorlieben, z.B. welches Essen man besonders gern mag oder welche AktivitĂ€ten einem Spaß machen, dann kommen dabei sehr brauchbare PlĂ€ne heraus.

Wir haben es u.a. mit ChatGPT 4o (mit Suche aktiviert) und Perplexity getestet. Besonders gut gefallen haben uns aber die Ergebnisse im Genspark Super Agent. Diese neue Tool hat ein tieferes Toolset als ChatGPT und co. und die entstehenden ReiseplĂ€ne waren hier besonders detailliert und gut strukturiert. Das Tool kann theoretisch sogar noch einen Schritt weitergehen und mit seinem Telefon-Agent sogar telefonische Reservierungen fĂŒr einen machen, das allerdings aktuell nur bei US- oder japanischen Telefonnummern.

Zusammengefasst:

  • Individuelle Reiseplanung funktioniert mittlerweile sehr gut mit KI-Tools

  • Besonders geeignet: Genspark Super Agent

  • Prompting-Tipp: Möglichst genau die Rahmenbedingungen benennen

    • Beispiel:

      “Ich möchte am Wochenende 26.-28. April nach Berlin reisen. Bitte plane einen StĂ€dtetrip auf Basis dieser Daten: - Reisende: 2 Erwachsene, 1 Kind (4 Jahre) - AktivitĂ€ten: möglichst aktiv aber kinderfreundlich, also z.B. Fahrrad-Tour, Minigolf - Essen: Keine EinschrĂ€nkungen, bevorzugt asiatisch - Hotel: Guter Standard, kein Luxus, Budget max 200€/Nacht“

Spannende Demos:

Unitree has finally developed ambidextrous hands for the G1 H1 —Unitree Dex5 Dexterous Hand
Single hand with 20 degrees of freedom (16 active+4 passive). Enable smooth backdrivability (direct force control). Equipped with 94 highly sensitive touch points

— CyberRobo (@CyberRobooo)
7:07 AM ‱ Apr 1, 2025

Tools kurz & knackig:

  • lipsync 2.0 — Das aktuelle State of the Art Lipsync Modell

  • GitSummarize — FĂŒr Entwickler - Vereinfacht die Code-Dokumentation

  • Claude for Education — Claude speziell fĂŒr den Bildungsbereich

  • Autonomy AI — Ein Coding Agent als neuer “Mitarbeiter”

  • Waxwing — Marktplatz fĂŒr “Human-Assisted AI Agents”

🍭🍬 Gemischte TĂŒte

đŸ‘©â€đŸ’» Tech-News:

  • ChatGPT verzeichnet mittlerweile 500 Millionen wöchentliche Nutzer und 20 Millionen zahlende Abonnenten – ein Anstieg von 15,5 Millionen Ende 2024. Allein das $20-Abo könnte OpenAI laut The Information 5 Milliarden Dollar jĂ€hrlich einbringen. FĂŒr 2025 peilt man mehr als 12 Milliarden Dollar Umsatz an. Link

  • Nicht nur ChatGPT wĂ€chst: Auch Gemini, Claude und DeepSeek verzeichnen deutliche ZuwĂ€chse. Gemini kommt jetzt auf 10,9 Millionen tĂ€gliche Besuche, Claude auf 3,3 Millionen – DeepSeek liegt gleichauf mit Grok bei 16,5 Millionen. Link

  • Die Wikimedia Foundation verzeichnet seit Anfang 2024 einen Traffic-Anstieg um 50% – verursacht durch KI-Crawler, die Inhalte systematisch absaugen. Das dĂŒrfte den meisten Websites so gehen. Link

  • Chinas KI-Offensive stĂ¶ĂŸt an Grenzen: Nicht alle Tech-Firmen im Land können mithalten – die Börse reagiert bereits auf erste Anzeichen. Link

  • Meta plant eine neue Generation von AR/AI-Brillen fĂŒr rund 1.000 Dollar. Das Modell „Hypernova“ soll per Handgeste Apps steuern und Fotos anzeigen können. Link

  • Isomorphic Labs, ein DeepMind-Spin-off (und damit auch Google Spin-off), erhĂ€lt 600 Millionen Dollar fĂŒr KI-basierte Medikamentenentwicklung. Ziel ist nichts Geringeres, als „alle Krankheiten mithilfe von KI zu heilen“. Link

  • Wie Eingangs erwĂ€hnt: GPT-4.5 hat erstmals Alan Turings 70%-Schwelle im Turing-Test ĂŒberschritten: Es wurde in 73% der FĂ€lle fĂŒr einen Menschen gehalten – besser als echte Menschen. Link

  • Apple plant fĂŒr 2026 die EinfĂŒhrung eines KI-basierten Gesundheitscoachs auf iPhones. Der Agent soll personalisierte Empfehlungen fĂŒr Schlaf, ErnĂ€hrung und Bewegung geben – basierend auf Nutzerdaten und von Ärzten trainiert. Link

  • Google DeepMind hat einen 145-seitigen Bericht zur „AGI-Sicherheit“ veröffentlicht – inklusive der EinschĂ€tzung, dass AGI bereits bis 2030 RealitĂ€t sein könnte. Statt Modelle selbst zu kontrollieren, will Google vor allem Missbrauch durch Menschen verhindern. Solche Prognosen kommen wirklich jeden Tag raus, hier steckt aber mal etwas mehr Grundlage drin. Link

  • Die USA und China liefern sich ein Rennen um humanoide Roboter fĂŒr den industriellen Einsatz. Noch sind sie unzuverlĂ€ssige Kollegen – aber wer das Problem zuerst löst, könnte einen enormen Vorsprung gewinnen. Link

  • Amazon startet mit „Nova“ seinen eigenen KI-Agenten und tritt damit in direkte Konkurrenz zu OpenAI und Anthropic - obwohl Amazon DER große Investor von Anthropic ist. Link

  • Das chinesische KI-Startup Manus bringt eine mobile App und zwei neue Abo-Modelle fĂŒr 39 und 199 Dollar auf den Markt – ein Schritt Richtung professioneller KI-Agenten fĂŒr unterwegs. Link

  • OpenAI hat mit „PaperBench“ ein neues Benchmarking-System vorgestellt, das bewertet, wie gut KI-Agenten wissenschaftliche Paper reproduzieren können. Der bislang beste Agent erreichte nur 21% Replikationsgenauigkeit. Link

  • Eine nette Übersicht ĂŒber die wichtigsten KI-Modelle seit 2024: GPT-4.5 Orion punktet mit Weltwissen, Gemini 2.5 Pro mit Code-Kompetenz, und Aya Vision mit Bildverarbeitung – ein Guide durch den Modell-Dschungel. Link

  • NotebookLM kann jetzt automatisch passende Quellen zu einem Thema vorschlagen – die neue „Discover“-Funktion erleichtert die Recherche deutlich. Link

  • Amazon steigt in den Bieterwettlauf um TikTok ein – Deadline fĂŒr den Verkauf ist der 5. April. Link

đŸ‘· Work & Future of Work:

  • In Beratungsfirmen wie McKinsey, BCG oder Bain wird KI eingefĂŒhrt – aber viele Berater zweifeln intern, ob das eigene GeschĂ€ftsmodell dadurch nicht erodiert. Link

🆕 Neue Anwendungsfelder:

  • Meta und die UFC starten eine mehrjĂ€hrige Kooperation: KI und VR sollen Kampfabende immersiver machen – etwa per Meta Quest oder AR-Brille. Threads wird offizieller Social-Media-Partner. Link

  • Ein neues Tool von Scale AI analysiert große KI-Modelle und zeigt, wo sie SchwĂ€chen haben – besonders wichtig fĂŒr Entwickler von Frontier-Modellen. Link

đŸ„ Health & Education:

  • Neue Gehirn-zu-Sprache-Technologie ermöglicht einer vollstĂ€ndig gelĂ€hmten Frau, fast in Echtzeit zu kommunizieren – ĂŒber 90 Wörter pro Minute mit nur einer Sekunde Verzögerung. Link

  • Anthropic bringt „Claude for Education“ an den Start – eine Version von Claude mit speziellen Features fĂŒr Unis, darunter ein Lernmodus, der kritisches Denken fördern soll. Der Zugang wird durch Partnerschaften mit Hochschulen und Bildungsplattformen erleichtert. Leider noch nicht frei zugĂ€nglich, man muss sich drum bewerben. Link

đŸ–Œïž Kreativindustrie:

  • Adobe hat seine neue KI-Videofunktion vorgestellt: Mit „Generative Extend“ lassen sich Clips in Premiere Pro per Text verlĂ€ngern – die Funktion ist ab sofort verfĂŒgbar. Link
    Demo-Video zur Funktion hier: Link

đŸ”„ Takes:

Wow

— Reid Hoffman (@reidhoffman)
5:21 PM ‱ Apr 1, 2025

🧂 Salty Memes:

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  • đŸ„œđŸ„œđŸ„œđŸ„œđŸ„œ geröstet & gesalzen Mjaaam
  • đŸ„œđŸ„œđŸ„œ mehr HĂŒlse als Frucht
  • đŸ„œ schmeckt nach Couchritze

Bis Dienstag!

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