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🧱 Black October: KI findet Lücke in bis zu 70 Prozent aller Websites

PLUS: Anthropic legt alles für Börsengang offen

27. Oktober 2026 · Lukas Sam Schreiber & Tim Kleikamp

Hallo Freunde,

wir bauen gerade ein neues Unternehmen, mehr dazu erzählen wir euch in den nächsten Monaten. Bis Ende des Jahres haben wir aber noch Kapa für ein paar Projekte.

Seit zwei Jahren bringen wir KI in die zentralen Prozesse von Unternehmen, also genau dahin, wo sie im Alltag wirklich Arbeit abnimmt. Wenn ihr ein konkretes Projekt im Kopf habt oder einfach ein Problem, das jede Woche Zeit frisst, meldet euch.

Schreibt uns an [email protected] oder bucht euch direkt einen Call auf anywave.com/works. Wir schauen uns das gemeinsam an und finden heraus, wie wir helfen können. Und jetzt los mit den Peanuts.

Peanuts für heute:

  • 🧠 Die Große Nuss: Black October: KI findet Lücke in bis zu 70 Prozent aller Websites

  • 📊 Highlight: Das stärkste OpenSource Modell aller Zeiten. Bis jetzt.

  • 🛠️ Trai it Out: KI-Agenten einloggen, ohne ihnen das Passwort zu zeigen

🧱 Black October: KI findet Lücke in bis zu 70 Prozent aller Websites

Eine kleine Schweigeminute für alle Systemadmins und generell alle, die Server am Laufen halten. Die hatten eine richtig miese Woche.

Am Mittwochmorgen nahmen Behörden in mehreren Ländern ihre Webseiten runter. In Deutschland waren es unter anderem die hessische Landesregierung und das BKA. In den Niederlanden schaltete sich das nationale Cybersicherheitszentrum gleich selbst ab. Und Japans Premierministerin bat auf X alle Website-Betreiber, ihre Server zu prüfen.

In der Tech-Welt heißt der Vorfall bereits Black October. Manche sprechen schon vom Ende des Internets. Ganz so schlimm ist es nicht. Aber die Woche zeigt ziemlich gut, wie das Internet eigentlich funktioniert und was KI daran gerade grundlegend verändert. Dafür muss man kein Sicherheitsexperte sein. Versprochen. Und wer bis zum Ende liest, liest die nächste Schlagzeile à la "KI findet gefährliche Lücke" mit anderen Augen.

Die Lücke war bekannt

So, was ist jetzt eigentlich passiert? Auslöser war eine Sicherheitslücke in PHP. Das ist eine Programmiersprache, die im Hintergrund eines Großteils aller Websites läuft. Angeblich fast 70 Prozent des Internets. Diese Sicherheitslücke war so relevant, weil Angreifer damit ganze Server übernehmen konnten, aus der Ferne und ohne Passwort.

Das Verrückte ist, dass die Lücke seit 14 Jahren in PHP steckte. 2024 war sie bei einer Prüfung sogar schon aufgefallen. Damals fand aber niemand einen Weg, sie auszunutzen. Zu kompliziert.

Im August setzte ein Sicherheitsteam im Auftrag von OpenAI das neueste KI-Modell der Firma auf den PHP-Code an. Und tatsächlich. Nach wenigen Tagen hatte die KI einen Angriff gebaut, mit dem man ganze Server übernehmen konnte. Was Menschen 2024 als zu kompliziert abgehakt hatten, war plötzlich machbar.

Angreifer und Verteidiger haben dieselben Tools

Auf der einen Seite stehen die Angreifer. Sie lassen Programme rund um die Uhr das ganze Internet nach offenen Türen absuchen. Sie brauchen nur eine einzige.

Auf der anderen Seite stehen die Verteidiger, also die Admins. Sie müssen jede Tür schließen, auf jedem Server, den ihre Firma betreibt.

Bisher hatten beide dasselbe Problem. Eine gut versteckte Lücke zu finden, kostete Experten Wochen oder Monate. Viele Fehler blieben deshalb einfach liegen, so wie der in PHP. Mit KI geht das Suchen jetzt viel schneller. Und zwar für beide Seiten.

Das sieht man an einer Zahl. Jede bekannte Sicherheitslücke bekommt eine offizielle Nummer, eine sogenannte CVE. 2025 kamen jeden Monat rund 4.000 neue dazu. Im September 2026 waren es fast 15.000.

Bei PHP waren diesmal die Verteidiger zuerst dran. Das Team im Auftrag von OpenAI meldete die Lücke den PHP-Entwicklern. Danach arbeiteten das PHP-Team, die KI-Firmen, große Internetanbieter und Behörden zwei Monate lang im Geheimen an einem Update. Der Plan war, es an einem festen Tag zu veröffentlichen, damit alle gleichzeitig die Lücke fixen können. Bis dahin sollte niemand davon erfahren, damit Angreifer keinen Vorsprung bekommen.

Das Update ist die Bauanleitung für die Angreifer

Der Plan hielt nicht ganz. Zwei Tage vor dem Termin plauderte ein Nutzer in einem Tech-Forum aus, dass zwei schwere PHP-Lücken kommen. PHP zog die Veröffentlichung daraufhin um einen Tag vor, auf Mittwoch, 16 Uhr.

Nur ist ein Update erstmal bloß eine Datei zum Herunterladen. Es repariert nichts, solange es nicht auf dem Server läuft. Bei manchen Anbietern passiert das automatisch, und einige große Internetfirmen hatten vorab schon Schutzfilter eingebaut. Viele Firmen betreiben ihre Server aber selbst. Dort muss ein Mensch das Update einspielen, Server für Server.

Und ab 16 Uhr lief die Uhr. Denn dasselbe Update, auch Patch genannt, hilft auch den Angreifern. Es stopft die Lücke, zeigt aber gleichzeitig, wo das Loch war. Wer den alten und den neuen Code vergleicht, sieht genau, welche Stelle repariert wurde. Daraus lässt sich ein Angriff bauen.

Früher konnten das nur wenige Experten, und es dauerte einige Wochen oder Monate. Mit KI geht das nun viel schneller und vor allem für viel mehr Angreifer. Ein großer Internetdienstleister zählte in den ersten 45 Minuten nach der Veröffentlichung Zehntausende Angriffsversuche. Zwei Stunden später waren es Hunderttausende. Dann Millionen.

Für die Verteidiger heißt das, sie müssen das Update auf jeden einzelnen Server bringen, bevor ein Angreifer dort ankommt. Und da fängt das eigentliche Problem an.

Warum der Patch nicht sofort das Problem löst

Wie sich dieser Mittwoch angefühlt hat, beschreibt ein Admin in einem Post auf X, der tausendfach geteilt wurde. Er ist vermutlich etwas zugespitzt. Aber fast jeder, der in der IT arbeitet, erkennt sich darin wieder.

Um 6:12 Uhr ruft die Sicherheitsabteilung an. Laut Inventarliste hat die Firma zwölf Server mit PHP. Wie viele es wirklich sind, weiß niemand. Also geht die Suche los. Einer steht unter einem Schreibtisch. Ein anderer heißt PHP-OLD-DO-NOT-TOUCH und exportiert die Gehaltsdaten. Als Verantwortlicher ist ein Brian eingetragen, der die Firma schon 2019 verlassen hat. Als sie ihn anrufen, sagt er nur: "Oh, der läuft noch?" Und dann gibt es noch einen Server, den keiner kennt. Schaltet man ihn ab, druckt das Lager keine Versandetiketten mehr.

Das Update auf allen Servern einzuspielen dauert vier Stunden. Die Server zu finden dauert elf. Sein Fazit, sinngemäß: Das Internet wird von Servern zusammengehalten, die sich keiner traut abzuschalten.

PHP steckt in Intranets, Zeiterfassungen und Geräten, die niemand als Webserver auf dem Zettel hat. Für ältere PHP-Versionen gibt es gar kein offizielles Update. Und auch ein eingespieltes Update wirkt erst, wenn der Server neu startet.

Deshalb gingen am Mittwoch so viele Websites offline, obwohl das Update schon da war. Wer nicht sicher wusste, wo überall PHP läuft, konnte erstmal nur den Stecker ziehen. Der Angreifer braucht nur einen einzigen vergessenen Server. Der Verteidiger muss alle finden.

Was bedeutet das?

Zuerst mal, dass PHP kein Einzelfall ist. Am selben Mittwoch kamen auch dringende Updates für Node.js und GitLab, zwei Programme, mit denen sehr viele Firmen arbeiten. Viele Experten sind sich sicher, dass es in den nächsten Monaten noch mehrfach solche Vorfälle geben wird. Und auch wenn ihr keine eigenen Server betreibt, werdet ihr sie spüren. Sei es, dass eine Webseite, die ihr besucht, down ist, oder dass ein Programm in eurer Firma nicht erreichbar ist.

Software wird seit Jahrzehnten von Menschen geschrieben, und die wichtigste Frage war immer ob es funktioniert. Ob sie auch gegen jeden denkbaren Trick sicher ist, hat kaum jemand geprüft. Das ging lange gut, weil Angreifer auch nur Menschen waren, mit begrenzter Zeit und begrenzten Ideen. KI hat quasi unbegrenzt Zeit. Wo die zündende Idee fehlt, probiert sie einfach so lange, bis es klappt.

Das Reparieren geht leider kaum schneller bisher. Selbst OpenAI schreibt, dass die zwei Monate Vorbereitung viel zu langsam waren und zu viel Handarbeit brauchten. Für eine einzige Lücke. Auch OpenAI rechnet mit vielen weiteren in den nächsten Monaten. Aktuell sind die Angreifer also im Vorteil.

Wenn die Verteidiger diesen Vorsprung aufholen, wird Software langfristig aber auch deutlich sicherer. Und es gibt noch eine zweite Chance, die gerade für alle spannend ist, die selbst mit KI bauen. Bisher hat sich Software nur gelohnt, wenn möglichst viele Leute sie nutzen. Also landete sie im offenen Internet, wo jeder sie erreichen kann, auch jeder Angreifer. Mit KI kostet eine kleine App heute fast nichts mehr. Man kann sie für sich selbst oder sein Team bauen und so betreiben, dass nur reinkommt, wer dazugehört. Der Tech-Analyst Ben Thompson nennt das deshalb die Gruppenchat-Ära der Software und laut ihm wird die um Längen besser als die Zeit davor. Hoffentlich hat er Recht!

Quellen: WSJ-Artikel, OpenAI Statement, PHP Statement

🛠 Trai it out:

1Password for Agents

Passend zur großen Nuss gibt’s diese Woche ein paar Tools, mit denen ihr KI sicherer nutzt. Los geht’s mit einem Problem, das jeder kennt, der schon mal einen KI-Agenten losgeschickt hat. Der Agent soll sich irgendwo einloggen. Also gebt ihr ihm euer Passwort. Und ab da kennt er es.

1Password for Agents löst das deutlich smarter. Der Agent landet beim Login-Formular und fragt bei eurem 1Password-Tresor an. Ihr sagt Ja, die Daten werden direkt eingetragen, fertig. Der Agent sieht euer Passwort nie. Kein einziges Mal.

1Password kennt ihr wahrscheinlich als Passwort-Manager. Wir nutzen ihn selbst seit Jahren. Jetzt wird daraus die Infrastruktur für Agentic AI, also für KI, die selbstständig Aufgaben erledigt. Mit an Bord sind unter anderem Anthropic, OpenAI und Perplexity.

Wenn ihr Agenten gerade vom Spielzeug zum echten Werkzeug macht, ist das die Sicherheitsschicht, die bisher gefehlt hat. Irgendwo zwischen „ich vertrau dem Ding einfach mal“ und einer Lösung, hinter der ihr auch in der Firma stehen könnt. Link

Tools kurz & knackig:

  • OpenAI PHP2Shell Checker — Falls ihr euch unsicher seid ist hier ein Tool von OpenAI, mit dem du prüfen kannst, ob deine Website von den kürzlich entdeckten kritischen PHP-Sicherheitslücken betroffen ist.

  • ChatGPT Locked Chats — Schiebt sensible Gespräche in einen PIN- oder Biometrie-gesicherten Bereich, der vom Rest der Chat-History und dem Speicher getrennt ist.

  • Cloudflare Security Audit Skill — Skill von Cloudflare für einen KI-Coding-Agenten, der Codebases in sechs strukturierten Phasen auf Sicherheitslücken prüft.

  • Dessa — Und das hat nichts mehr mit Security zu tun. Jacks (Twitter-Gründer Jack Dorsey) neues Sprachmodell von Block, das laut eigener Aussage natürlichere Unterhaltungen mit Emotionen und Sprechpausen ermöglichen soll.

🍭🍬 Gemischte Tüte

📖 Must Reads:

Unsere Gemischte Tüte ist immer vollgepackt - in dieser Sektion kuratieren wir die aus unserer Sicht wichtigsten Links:

Kimi K3.1 Pro ist das neue stärkste Open-Source-Modell, wenn die Benchmarks stimmen! Aus China kommt ein neues KI-Modell, das fast so gut sein soll wie die besten Modelle aus den USA und das bald jeder frei herunterladen darf. Kimi K3.1 Pro vom Start-up Moonshot schneidet in den Tests der Firma fast so gut ab wie Claude Opus 5.5, eines der besten geschlossenen Modelle überhaupt. Ab dem 4. November soll das komplette Modell zum Download bereitstehen. Unternehmen können es dann zum Beispiel bei einem europäischen Cloudanbieter laufen lassen, ohne ihre Daten an eine US-Firma zu schicken. Getrübt wird der Start durch Screenshots eines angeblichen Briefings, in dem Influencer gebeten werden, ihre bezahlten Posts über Kimi nicht als Werbung zu kennzeichnen. Für Europa sind diese Releases aktuell sehr wichtig. Link

Anthropic geht an die Börse und wettet Milliarden darauf, dass die KI-Nachfrage bleibt. Anthropic hat gestern seinen Börsenprospekt veröffentlicht, das sogenannte S-1, und damit steht fest, dass der Börsengang kommt, wahrscheinlich noch im November. In diesem Dokument muss eine Firma vor dem Börsengang allen künftigen Anlegern ihre Zahlen, Verträge und Risiken offenlegen, und es ist erstaunlich spannend zu lesen. Anthropic nimmt inzwischen für jeden Dollar, den es für Chips und Rechenzentren ausgibt, rund 1,80 Dollar ein, ein Jahr zuvor waren es noch 50 Cent. Darauf baut Anthropic eine riesige Wette auf und hat sich verpflichtet, in den nächsten Jahren Rechenleistung für rund 115 Milliarden Dollar bei Google, 110 Milliarden bei Amazon, 160 Milliarden bei Broadcom und bis zu 120 Milliarden bei SpaceX abzunehmen. Einen Großteil davon muss Anthropic bezahlen, egal ob es die Kapazität am Ende braucht. Viel Wahl hat Anthropic dabei nicht, denn wer ein Spitzenmodell, aber nur die Hälfte der nötigen Rechenzentren hat, kann seine Kunden nicht bedienen oder muss kurzfristig teuer nachmieten. Hält die Nachfrage, wächst Anthropic in diese Verträge hinein, bricht sie ein, wird es richtig wehtun, und damit landen wir wieder bei derselben Frage wie bei den Neoclouds. Link

Krise rund um Neoclouds. Anleger fürchten, dass die Vermieter von KI-Rechenzentren ihre Schulden nicht zahlen können- Anleger zweifeln, ob die Firmen, die KI-Rechenzentren auf Pump bauen, ihre Kredite überhaupt zurückzahlen können, und manche fragen, ob jetzt die KI-Blase platzt. Gemeint sind sogenannte Neoclouds wie CoreWeave und Nebius, die mit geliehenem Geld Nvidia-Chips kaufen und die Rechenleistung an KI-Firmen vermieten. Ihre Aktien sind in den letzten Wochen um 30 bis 45 Prozent abgestürzt. Als Pfand für die Kredite dienen die Chips selbst und die Verträge mit Kunden, wenn die KI-Nachfrage einbricht, verlieren sie also gleichzeitig ihre Einnahmen und den Pfand. Die Branche hält dagegen, die Chips blieben wegen der riesigen Nachfrage wertvoll. Sobald Geldgeber daran zweifeln, verlangen sie aber höhere Zinsen oder geben gar kein neues Geld mehr, und genau das passiert gerade. Dass die KI-Blase platzt, hört man allerdings seit Jahren, was nicht heißt, dass es nicht irgendwann stimmt. Link

🇪🇺 EU & Deutschland:

  • Anthropic schließt eine Vereinbarung zur Gründung einer Beratungsfirma in Europa. Link

  • Ein Google-Manager weist europäische Bedenken über die US-Dominanz bei KI-Technologie zurück. Link

  • Mistral und NVIDIA entwickeln gemeinsam KI-gestützte Engineering-Workflows und öffentliche Benchmarks für Physikmodelle in Industrieanwendungen. Link

  • Nvidia-CEO Jensen saß gemeinsam mit Bundeskanzler Merz auf einer Bühne, und die beiden reden über KI in Deutschland. Link

  • Nvidia arbeitet nach eigenen Angaben mit europäischen Unternehmen wie L'Oréal, Revolut, Spotify, Vodafone, Zara, Porsche und Nestlé an KI-Projekten. Link

👩‍💻 Tech-News:

  • OpenAI bringt seine KI-Modelle auch über Google Cloud Marketplace an Unternehmenskunden. Link

  • OpenAI und Anthropic senkten ihre Preise für große Sprachmodelle innerhalb weniger Monate um bis zu 80 Prozent, offenbar wegen günstiger Konkurrenz durch offene Modelle wie DeepSeek und Kimi. Link

  • IBM-Chef Arvind Krishna erklärt, offene KI-Modelle erreichten inzwischen rund 90 Prozent der Leistung von Spitzenmodellen bei nur 10 bis 25 Prozent der Kosten. Link

  • Der KI-Forscher Nathan Lambert veröffentlicht eine Präsentation zum aktuellen Stand offener KI-Modelle, Lizenzen und Wettbewerbsfähigkeit. Link

  • Anthropic startet mit Claude Duet eine KI-App, die eigenständig im Hintergrund arbeitet und vor Zahlungen oder wichtigen Aktionen erst um Erlaubnis fragt. Anthropics Antwort auf Dots von OpenAI und GrokBot. Link

💻 Agentic Engineering:

  • OpenAI verbessert seine Modelle gezielt für seltene Programmiersprachen wie COBOL und Fortran, die etwa Banken und Wettervorhersagen zugrunde liegen. Link

  • MIT-Forscher ließen 13 KI-Agenten 30 Stunden lang ziellos auf einer simulierten Insel spielen, wodurch sie später reale Aufgaben besser lösten. Link

🌍 Geopolitik & AI Race:

  • Citadel-Gründer Ken Griffin erklärt, die Welt befinde sich fast sicher in einer KI-Blase, erwartet aber zugleich ein goldenes Zeitalter des Unternehmertums. Link

  • Ein Bericht warnt, spekulative Schulden von Rechenzentren würden an Pensionsfonds und Universitätsstiftungen weiterverkauft. Link

  • Investoren kaufen laut Financial Times verstärkt Kreditausfallversicherungen gegen KI-Unternehmen, deren Absicherungskosten diesen Monat Rekordhöhen erreichten. Link

  • Eine Analyse stellt fest, dass KI-Investitionen außerhalb der Tech-Branche bisher keine messbaren Gewinn- oder Produktivitätszuwächse gebracht haben. Link

🔐 AI Safety & Governance:

  • Betrüger klonten die Stimme der Tochter einer Frau in Kalifornien und täuschten eine Entführung vor, die Frau zahlte 5.400 Dollar. Sicherheitsexperten raten Familien ein geheimes Safe-Word auszumachen. Link

  • Meta pausiert die Teilen-Funktion seiner KI-App Muse, nachdem Sicherheitsforscher über 6.800 geteilte Chats ohne Link offen im Internet fanden. Link

  • Zoom kündigt eine Deepfake-Erkennung an, die Video- und Audiosignale in Meetings live auf Fälschungen prüft und einen Konfidenzwert anzeigt, geplant für Dezember 2026. Link

  • Microsoft führt Guardian Agents ein, die Aktionen von KI-Agenten in Unternehmen in Echtzeit überwachen und vor Ausführung eingreifen können. Link

🏥 Health & Science:

  • OpenAI setzt tausende KI-Agenten ein, um neue Ansatzpunkte in biologischen Daten aufzuspüren. Link

  • Citrini Therapeutics ließ Anthropics KI-Modell Claude binnen 64 Stunden 211 Proteindesigns für ein experimentelles Skorpion-Gegengift entwerfen, 17 davon funktionierten im Labortest. Link

  • OpenAI übernimmt die Plattform Orchestra Bio, die Biopharma-Teams bei der Koordination von Medikamentenentwicklung unterstützt. Link

🎨 Kreativ & Medien:

  • In den USA sind in den letzten vier Jahren über 200.000 Jobs in Medien, Film und Kunst weggefallen, rund 50.000 allein im letzten Jahr. Link

  • Die Erben von Elvis Presley verklagen Anthropic auf 41 Millionen Dollar wegen unerlaubter Nutzung von 274 Songs zum KI-Training. Link

  • Spotify hat in diesem Jahr mehr als 50 Millionen KI-generierte Spam-Tracks aus seinen Empfehlungen entfernt und schließt gekennzeichnete KI-Künstler standardmäßig davon aus. Link

📈 Chart of the Week:

  • EPB sieht einen Produktivitätsschub in US-Branchen wie Software, Beratung und Finanzen. Also da wo KI am stärksten genutzt wird bisher. Die Wirtschaftsleistung pro Job wächst dort seit Ende 2022 um 5 Prozent jährlich. Zuvor waren es 2,2 Prozent. Link

🧂 Salty Memes:

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